Unsere Rothosen haben das Vorarlberger Derby beim FC Lustenau mit 4:1 gewonnen. Vor knapp 1200 Zuschauern an der Holzstraße drehte die Ellensohn-Elf einen frühen Rückstand und hält nach fünf Runden bei 13 Punkten – weiterhin ohne Niederlage.
Im Vergleich zum 7:0 gegen Lochau gab es eine Änderung in der Startelf: Florian Prirsch rückte für den erkrankten Andrin Netzer in die Mannschaft und feierte nach seiner Rückkehr auf die Birkenwiese und überstandener Verletzungspause sein Pflichtspiel-Debüt.

Die Partie war von der ersten Minute an umkämpft und körperbetont. Neun Gelbe Karten (fünf für Lustenau, vier für uns) unterstrichen die Intensität.

Die erste Chance gehörte uns: In der 5. Minute landete ein Klärversuch der Gastgeber an der Strafraumgrenze bei Marcel Krnjic, dessen Direktabnahme knapp links vorbeistrich. Auf der Gegenseite fiel in der 10. Minute das 1:0. Ein an sich harmloser langer Ball wurde von Ben Brzaj unglücklich an Torhüter Fabian Schulz vorbei verlängert, Simon Grabherr musste nur noch einschieben.
Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Nach einer Hereingabe von Talip Karaaslan köpfte Tamas Herbaly aus fünf Metern, ein Verteidiger lenkte den Ball noch über das Tor (19.). In der 31. Minute war der Torgarant dann zur Stelle: Zunächst scheiterte er am Schlussmann, den Nachschuss versenkte er überlegt zum 1:1. Kurz darauf setzte Julian Maldoner einen schwierigen Kopfball nach einer Ecke knapp über die Latte (33.), ehe Schulz uns bei einer großen Möglichkeit der Hausherren vor dem neuerlichen Rückstand bewahrte (34.).

Ab diesem Zeitpunkt kippte das Momentum. Eine scharf getretene Karaaslan-Ecke brachte in der 37. Minute die Führung: Kristijan Makovec stieg am höchsten und köpfte zum 2:1 ein. Kurz vor der Pause klärte ein Lustenauer Verteidiger in letzter Sekunde, als Özkan Demir auf Herbaly querlegen wollte. Vor allem wegen der starken letzten 20 Minuten des ersten Durchgangs ging die Führung in Ordnung.

Nach dem Seitenwechsel folgte der schönste Spielzug des Abends: Maldoner erkämpfte den Ball und hielt ihn im Spiel, legte auf Krnjic, weiter auf Demir, dessen Laufpass wieder Maldoner fand – dessen Querpass drückte Herbaly zum 3:1 über die Linie (53.).
Auch danach blieben wir die bessere Mannschaft und setzten über Konter immer wieder Nadelstiche, oft fehlte die Genauigkeit im letzten Pass. In der 70. Minute traf Karaaslan die Stange, den Derbysieg fixierte er dann selbst: Carlos Berlinger eroberte 20 Meter vor dem eigenen Strafraum den Ball und schickte Herbaly tief, der sich im Laufduell durchsetzte und quer auf Karaaslan legte – 4:1 (81.).

Erfreulich auch die 85. Minute: Federico Crescenti kehrte nach überstandener Verletzungspause auf den Platz zurück.

Tore: 1:0 Grabherr (10.), 1:1 Herbaly (31.), 2:1 Makovec (37.), 3:1 Herbaly (53.), 4:1 Karaaslan (81.)
Blick nach vorne: Am Dienstag, 1. September, gastieren wir im UNIQA-VFV-Cup Achtelfinale beim FC Hard. Spielbeginn ist um 17:30 Uhr.